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Mit Dank an Bettina für die Mühe der Übersetzung, das originale Transkript findet ihr
hier, das Video auf der
Video-Seite.
... Gloss
Das war die erschreckendste Erfahrung der Welt für mich, aber es war die Einführung in diese Art von verrückter Welt im neuseeländischen Fernsehen zu sein. Nichts, das es vorher schon gegeben hätte. Es war das erste Mal - das ist ein schreckliches Wort - es war das erste Mal, dass es so was wie Stars und Berühmtheiten im Land gab - wir waren arrogante, furchtbare Kreaturen. Wir zogen in Gruppen umher gingen auf diese fantastischen Partys und dachten, wir wären furchtbar wichtig. Wir liehen uns Kleidung aus dem Fundus, denn die hatten richtig gute Klamotten. Also, es war toll in diese Welt zu springen. Ich erinnere mich daran, dass wir immer Mittwochs zu jemandem nach Hause gegangen sind und Champagner tranken und uns die Sendung ansahen, "Woooow!" (lässt einen Begeisterungsschrei los) Bei den Auftritten der anderen auf jeden Fall. Bei meinen lag ich eher in einer Fötusposition auf dem Sofa.
... Shortland Street
Guy Warner war nervender Sozialarbeiter. Jeder andere durfte Arzt sein, ich musste Sozialarbeiter sein. Aber die ersten beiden Jahre, glaube ich, waren der Anfang des Hypes um Shortland Street - ähm - und während dieser Zeit war es so, als ob jeder im Land das anschaute und man wurde ein "Shortland Street Schauspieler". Aber wenn man in der Serie arbeitete, war das sehr zeitaufwendig. Man ist jeden Tag da, steht früh auf, ist sehr spät fertig. Wir waren bereits vorher Freunde daher tendierten wir dazu, gemeinsam abzuhängen und es wurde zu einer Art eigenen Welt, man endet damit, den Kontakt zu einigen Dingen zu verlieren. Man zieht manchmal pro Tag zwanzig bis dreißig Szenen durch. Bei jeder Szene (schnipst mit den Fingern) - man wird sehr gut darin, zu wissen, was wichtig in einer Szene ist, was brauche ich, um sie hinzukriegen, welche Geschichte erzählen wir. Technisch wird man sehr gut, den Stoff umzusetzen, also es/die Schauspielerei wird von einer Menge Wischiwaschi-Unentschlossenheit eines Schauspielers befreit und ich glaube, es kickt dein Ego sehr aus der Tür, wenn es ums arbeiten geht. Du musst es einfach schaffen, du musst weitermachen. Ich habe viel mit Theresa Healey gearbeitet und so gegen 15 Uhr waren wir immer unterzuckert und durchgeknallt und machten schreckliche Sachen im Studio und sie tolerierten es. Wenn man Schauspieler ist, kann man sich fürchterlich daneben und kindisch und dumm benehmen und die Leute sagen: "Ahhh - OK" und lassen einen damit durchkommen.
... Herkules und Xena
"Herkules kam zuerst und als die Drehbücher herauskamen ging jeder sie durch und sagte: "Furchtbar, da werde ich nicht mitmachen. Schrecklich, das wird sich nicht halten." Und nichtsdestotrotz es hielt sich zehn Jahre und es gab das Spin-off Xena. Für Schauspieler war es wie beim Phanto (eine ziemlich abgedrehte Theater-Sache; viele bunte Kostüme). Immer mal wieder bekam man eine Rolle, trug eine andere Perücke und einen neuen Bart und spielte für ein paar Wochen. Man wurde für die damalige Zeit fantastisch bezahlt und hatte eine gute Zeit. Und es macht immer noch irren Spaß, das zu gucken."
... mit Lucy Lawless zu kämpfen
Sie und ich filmten eine Kampfszene zu Pferd, dieser großer Kampf am Ende, wo die Pferde herumtänzeln (macht es vor). Und einige der amerikanischen Produzenten waren herausgekommen mit ihren Kindern und liefen am Set herum. "Hallo, wie geht's?" "Oh es ist klasse." (imitiert das Begrüßungsblabla) Die Kinder waren regelrecht von den Socken, weil sie Xena so mochten und dachten, das sei richtig cool. Es war am Ende des Tages und wir hatten nicht mehr viel Zeit und versuchten, diese Pferde-Sache zu machen (fuchtelt mit einem imaginären Schwert) und die Pferde waren ein bisschen aufsässig. Schließlich sagte Lucy: "Ich habe eine Idee." Wir legten Sandsäcke in die Mitte und mit Bungeegummiseilen und banden die Zügel - heißen die Dinger so? - also die Zügel fest und nahmen unsere Schwerter. Der Bildausschnitt der Kamera ging bis hier (zeigt in Schulterhöhe), und wir beiden hüpften um diese Gummiseile herum und kämpften. Wirklich doof! Sieht aber auf dem Bildschirm gut aus! Und ich erinnere mich, diese beiden Kinder gesehen zu haben, diese amerikanischen Kinder, die den ganzen Tag dachten, wir wären so cool und der Ausdruck auf ihren Gesichtern war: "Ihr Schlappschwänze, ihr traurigen Verlierer! (grinst über das ganze Gesicht).
... Mercy Peak
Es war eine Art sanfter, von den Charakteren vorangetriebene Serie über Leute außerhalb von Auckland oder irgendwo, es war nicht speziell in Auckland. Beziehungen, Dramen, es war nett, die Charaktere waren schön differenziert angelegt. Ich glaube, ich beschrieb es schon zu Anfang, es ist über Leute und das, was ihnen passiert, so in der Art.
... der Effekt von Catering am Set
Wir hatten bei Mercy Peak eine fantastische Verpflegung und vor ein paar Jahren schaute ich mir die ganzen Episoden an um ein Showreel zu machen (ein Zusammenschnitt, der z.B. auf den Seiten der Agentur des Schauspielers zu sehen ist und einen Eindruck von seiner Arbeit vermitteln soll) zu machen, also da sieht man im Schnelldurchlauf drei Jahre seines Lebens an, man sieht sich selbst in der Beschleunigung. Und es beginnt am Ende des Sommers, daher sind in den ersten Folge alle sonnengebräunt, sehen großartig und gesund und wenn man weiter vorspult, dann bemerkt man, dass während des Winters und mit der großartigen Verpflegung jeder - bluuuuurb (demonstriert die Gewichtszunahme) in die Breite ging. Und dann ungefähr anderthalb Monate vor Schluss der Staffel: - der Sommer ist im Anmarsch- Leute haben sich selbst auf dem Bildschirm gesehen und jeder: "Oh Gott, bin ich fett geworden!" Und jeder arbeitet wie verrückt daran wieder fit zu werden. Über die sechs Monate beginnt man dünn und dann geht es - bluuuuurb - und dann schrumpft man wieder für die nächste Staffel. So, das ist meine Erinnerung an mich selbst in Mercy Peak.
... eine Sexszene mit seiner guten Freundin Robyn Malcolm
Es eine dieser komplizierten Einstellungen, die mit dem Buzzer begann und dann in das Rundfunkstudio schwenkte und uns in flagranti erwischte. Also mussten wir sozusagen aufeinanderliegen (macht eine charakteristische Bewegung), bereit loszulegen für die Szene, gefühlte Stunden aneinander gepresst und es war so schrecklich, weil es war wie "Ich liege auf meiner Schwester" und "Mein Bruder versucht mich zu bumsen." Wir haben vor lauter Nervosität ziemlich viel gekichert, es war ganz schön heiß - wenn man die Szene sieht, ist sie wirklich heiß aber yeah! - diese brilliante, geniale, professionelle Roby - aber mies beim pimpern!
... Der Herr der Ringe
Ich spielte den fetten Elb Haldir, das war noch vor dem guten Catering. Drei erstaunliche Filme, sie sind einfach schön und wir hatten bis dahin noch nie etwas in dieser Größenordnung in diesem Land gemacht und - ich glaube - seit dem auch nicht mehr. Wir waren eine gute Gruppe von Leuten, die sich für die Besetzung zusammengefunden hatten. Ich denke, es gab einen großen Sinn von - am Anfang haben Peter und Fran gesagt: "Wir werden drei Jahre mit diesen Leuten verbringen, wir müssen uns sicher sein, dass sie gute/umgängliche Menschen sind, sonst wird das ein Albtraum." Also, es war ein Gemeinschaftssinn von Freude und Spaß und ich glaube, die Leute haben dieses lange Filmen, Filmen unter harten Bedingungen, nur durchgestanden, weil sie zusammengehalten haben und nett zueinander waren.
... Diplomatic Immunity
Ich habe es wirklich gerne gemacht. Ich weiß nicht, wie gut es letztlich rübergekommen ist. Es wurde ziemlich spät abends gesendet, daher glaube ich nicht, dass es viele Leute gesehen haben. Es war ein komisches Projekt. Ich schätze die dabei gemachten Erfahrungen sehr, aber ich weiß nicht, wie erfolgreich wir damit waren, das Endprodukt dieser Serie zu erschaffen, was mich fasziniert. Denn da gibt es so viele Dinge, die zusammenkamen, um es richtig hinzubekommen und ich weiß, bei diesem Projekt hat jede einzelne Person so hart gearbeitet, und es war eine Mannschaft, das Projekt wirklich angebetet hat, um es gut werden zu lassen und wir - Leute haben viel Herzblut investiert, ohne dafür bezahlt zu werden. Die Leute wurden bezahlt, aber nicht extra. Und trotzdem, irgendwas läuft nicht wirklich ich weiß nicht. (zuckt die Achseln).
... Spartacus
Es ist über eine Welt, in der jeder Macht wollte. Wenn man keine Macht hatte, hatte man nichts. Und die Leute erreichten das durch Sex und durch Gewalt und manchmal durch Manipulation und Zerstörung anderer Leute auf schrecklichste Art und Weise. Das Leben war billig in diesen Tagen, wissen Sie. Die Menschen hatten Sklaven, Leute konnten, sie waren bewegliches Vermögen, mit dem man machen konnte, was man wollte. Also, man hat diese Welt, die unglaublich gewalttätig ist, mit Sex als sehr starker Waffe. Die Serie ist so schön gefilmt. Es ist eine Green-Screen-Umgebung. Es ist so schön, jede Einstellung ist ein Gemälde. Es gibt darin diese Charaktere Lucy Lawless' und John Hannahs und sie sind so wie eine Art Autoverkäufer, die aufsteigen wollen. Sie haben ein bisschen Macht und eine Menge Leute unter sich, die auf sie angewiesen sind und sie fürchten aber sie - sie wollen vornehm sein. Und so ist es ein ziemlich profaner Vorstadtmachtkampf versetzt in diese irre Welt. Ich glaube, von dem ausgehend, was ich gesehen habe, wird es eine wirklich erstaunliche Serie. Deshalb will ich dann jedes Wochenende vor der Glotze sitzen und gucken und gucken. (imitiert den zappenden Fernsehzuschauer).
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